“Barbara Yelin erzählt Therese Giehses Leben in Ausschnitten und Rückblicken – mit einem Schwerpunkt auf München. Aber auch die schwierigen Phasen im Leben der Giehse – Emigration, Beziehung mit und Trennung von Erika Mann – werden beleuchtet; ebenso wie das politische Engagement, kommen auch ihre Zitate zur Geltung. Und immer wieder setzt Yelin die Triebfeder ihres Lebens in Szene: „ich muss spielen.“
Ein wunderbarer Auftrag für die Münchner Kammerspiele ist zum März 2025 fertig geworden: Der biografische Comic “Die Giehse. Ein Leben für das Theater 1898 - 1975” über die große Therese Giehse, anlässlich ihres 50. Todestags. Die Giehse war Zeit ihres Lebens ungehörig präsent, raumnehmend und widerständig, Ende der 1920er schon ein Star der Kammerspiele, musste sie 1933 als linke, jüdische und queere Frau aus Deutschland fliehen. Sie emigrierte in die Schweiz und hat seitdem rastlos schauspielernd das Weltgeschehen kommentiert, karikiert und dramatisiert, überbordend auf der Bühne, als Privatperson diskret bis zur Verschlossenheit. Vor 50 Jahren ist sie gestorben. Die Münchner Kammerspiele haben ein umfangreiches Programm zu ihren Ehren auf die Beine gestellt. Darunter auch dieser Comic, den ich am 8. März zusammen mit der Schauspielerin Wiebke Puls auf der Bühne der Therese-Giehse-Halle in einer multimedialen Lesung (Soundregie: Wiebke Puls) präsentieren durfte.
Das 32-seitige Heft wurde produziert von den Kammerspielen und kann hier bestellt werden oder direkt an der Theaterkasse. Es liegt auch der Märzausgabe der “Theater Heute” bei.
Ich bedanke mich für den Auftrag bei den Münchner Kammerspielen. Für inhaltlichen Rat gilt mein Dank Dr. Irmela von der Lühe (Berlin) und Gunna Wendt (München), für Kommentare und Feedback danke an Barbara Mundel, Anna Laner, Christine Knödler, Jutta Pilgram, Claudia Lieb, Anne Kapsner und Martin Friedrich.